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Langzeit-EKG und Event-Rekorder

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Das Langzeit-EKG zeichnet über einen längeren Zeitraum ein EKG auf und speichert dieses auf ein Speichermedium. In der Regel erfolgt die Aufzeichnung über 24 Stunden, in Einzelfällen können moderne Geräte bis zu einer Woche Speicherkapazität haben. Die Daten werden computergestützt ausgewertet, wobei durchschnittlich etwa 100.000 Herzaktionen pro 24 Stunden analysiert werden müssen.

Das Langzeit-EKG wird eingesetzt, um Herzrhythmusstörungen zu bewerten und seltene Rhythmusstörungen aufzuspüren. Zur Beurteilung der aufgezeichneten Daten ist es wichtig, dass der Patient Tätigkeiten, aber auch Symptome während der Aufzeichnungsdauer so protokolliert, dass sie zugeordnet werden können.

 

Wenn die Symptome nur selten auftreten, zeigt auch das Langzeit-EKG oft keinen wegweisenden Befund. In diesen Fällen kann ein Event-Recorder weiterhelfen, Herzrhythmusstörungen nachzuweisen oder auszuschließen.

Event-Recorder sind kleine digitale Aufzeichnungsgeräte, die vom Patienten beim Auftreten von Symptomen wie Herzrasen oder Herzstolpern auf die Haut im Brustbereich gedrückt werden und dann ein EKG über 30-60 Sekunden aufzeichnen.

 

Eine Langzeit-EKG-Aufzeichnung ist empfehlenswert bei:

- Herzrhythmusstörungen

- Vorhofflimmern

- Herzstolpern, Herzrasen

- Schwindel, Ohnmachtsanfällen (Synkopen)

- vorübergehenden Lähmungserscheinungen

- nach einem Schlaganfall

- nach einem Herzinfarkt